München Revue – Kein Platz für den Maestro
In diesem Bilderbogen tauchen Giacomo Casanova und Wolfgang Amadeus Mozart genauso auf wie König Ludwig I, Oskar Maria Graf, Karl Valentin, Oskar Panizza, Franziska von Reventlov, um nur einige zu nennen.
Eine Revue, in der Satire, Tanz und Musik den Teppich auslegen, auf dem berühmte KünstlerInnen zu Wort kommen. Im Zeitraffer springt man vom Jahr 1756, in dem Casanova zum ersten Mal in München war, bis in die Gegenwart.
Gäbe es heute vielleicht eine in aller Welt gespielte Münchensymphonie, wenn Wolfgang Amadeus Mozart nicht das Pech gehabt hätte, bei seiner Bewerbung dem Kurfürsten in einem Moment vorgestellt zu werden, als Max III. Josef in Gedanken schon auf der Wildschweinjagd war? Anstatt nach Wien zu gehen, hätte er wahrscheinlich als bayerischer Hofkomponist der Stadt alle Ehre gemacht.
Wäre Casanova in der Residenzstadt geblieben, bei den Damen am Hof wegen seiner Verführungskünste und bei den Herren wegen seiner Spielleidenschaft ein gern gesehener Gast gewesen, wenn sein Begleiter, der Mönch Balbi, der mit ihm die tollkühne Flucht aus den Bleikammern Venedigs gewagt hatte, hier ein Schutzrecht bekommen hätte?
Wäre der grandiose Theaterautor Oskar Panizza trotzdem in einer Nervenheilanstalt gelandet, wenn ihn das Landgericht München nicht wegen seines Stückes „Das Liebeskonzil“ unrechtmäßig zu einem Jahr Einzelhaft verurteilt hätte?
In welch boshaft-absurder Weise hätte Karl Valentin die 50er Jahre begleitet und kommentiert, wenn er nicht an einem Nachkriegsrosenmontag völlig vergessen und ausgezehrt gestorben wäre?
Insgesamt werden ca. 50 Personen von 6 Schauspielern und Schauspielerinnen dargestellt.

