Theater
-
Meine Väter
Das Solo „Meine Väter“ ist in den frühen Sechziger Jahren angesiedelt. Hintergrund ist die ambivalente Stimmung dieser Zeit, die von wirtschaftlichem Aufschwung und Lebensfreude, aber auch von gesellschaftlichen Spannungen, insbesondere zwischen den Generationen, gezeichnet ist. Im Zentrum der Handlung steht der Sohn, der sich mehr für Beat-, als für Marschmusik begeistert und gegen die Selbstgefälligkeit und Spießigkeit der Gesellschaft ankämpft. Der Sohn spricht stellvertretend für die Generation, deren Väter im 2. Weltkrieg an der Front gekämpft haben und sich nun über die Erfahrungen in Schweigen hüllen. Hartnäckig stellt er Fragen, die die Väter nicht zulassen wollen oder ihm nur unzureichend beantworten. Uraufführung Physikertheater Karlsruhe 2025 Presse Eine starke Resonanz fand…
-
Der Jazzdirigent
„Der Jazzdirigent“ ist ein Stück über den Faschismus, ein Stück wider das Vergessen, das gerade Jugendlichen einen Zugang zu dieser Thematik vermittelt. In der Nichte haben sie eine Identifikationsfigur, die sie verstehen können, die in ihrem Alter ist, die ihre Sorgen und Probleme hat. Und wenn sie sich mit der Geschichte ihres Onkels auseinandersetzt, von ihr bewegt ist, dann zieht sie ihr Publikum mit in ihr Interesse hinein. (Mathias Lösch, Landestheater Schwaben, Memmingen) Ausgezeichnet beim Memminger Autorenwettbewerb Uraufführung 1999, zuletzt Fakstheater Augsburg 2025 Presse Wolfgang Sréters Stück „Der Jazzdirigent“ war Vorlage für die erste Veranstaltung des ’Text & Ton-Labors’ im Foyer der Schauburg. In dem vom Bayerischen Rundfunk mitgeschnittenen ’Labor’…
-
Das Cabinet des Doktor Caligari
Die Welt im ‘Cabinet des Dr. Caligari‘ ist eine Irrenanstalt, Caligari der monströse Anstaltsleiter. Er dirigiert die hypnotisierten, in Zwangsjacken verpackten Insassen wie Marionetten. Eine Welt mit wenig Boden unter den Füßen, wie das Bühnenbild demonstriert: Eine Scheibe mit großem Loch, genauer besehen die Krempe von Caligaris auf dem Kopf stehenden Zylinderhutes. Nur wenige symbolhafte Bühnenelemente, z.B. Laternen oder Luftballons, deuten die Schauplätze an. Das Irrenhaus ist lediglich der Rahmen am Anfang und Ende des Stücks, dazwischen entfaltet sich die schauerliche Story um den Schausteller und Hypnotiseur Dr. Caligari, der den somnambulen Cesare als willenloses Werkzeug ausschickt, für ihn zu morden, um ihm die letzten Atemzüge der Opfer zu besorgen,…
-
Sitting on a Sofa
Ginger, Jack und Erich: Seit ewigen Zeiten fristen die drei Freunde ihr Dasein ganz im Geiste der sechziger Jahre. Sie teilen nicht nur ihre Liebe für laute Musik, sondern auch ihren Alltag in einer Wohnung miteinander. Zumindest bis zu dem Tag, an dem Erich wegen einer Frau mal wieder auszieht. Diesmal ganz bestimmt für immer. Die beiden verbleibenden Insassen der Männer-WG geraten nicht nur aneinander, sondern auch in Finanznöte, weil Jack keinen Job hat und Erichs Mietanteil wegfällt. Ein neuer Mitbewohner lässt sich allerdings so schnell nicht finden, entspricht doch keiner den strengen musikalischen Ansprüchen der beiden alternden Rocker. Da erfahren Ginger und Jack, dass Erich bei einem Verkehrsunfall schwer…
-
Minenspiel
Das Stück stellt eine Wirklichkeit dar, die häufig verdrängt wird. Die Kriege im 21. Jahrhundert sind auch die Kriege, in denen Kinder zu Soldaten gemacht werden und in denen Kinder gleichzeitig die Opfer der Auseinandersetzungen sind. Jedes Kind bei uns kennt inzwischen die Bilder dieser Kriege aus den Medien. „Wolfgang Sréters Stück gibt keine Antworten auf die alltäglichen Schreckensmeldungen und keine Handlungsanweisungen. Es beschreibt mit großem Verständnis eine Beziehung zwischen einem alten Mann, dessen Lebenstraum, sein eigenes Haus, zerbombt wurde und einem Kind, das sich im Kampf ums Überleben in dieses Haus gerettet hat. Es entsteht eine exemplarische Situation auf engstem Raum, welche die aktuelle Lage von Kindern in unserem von…
-
München Revue – Kein Platz für den Maestro
In diesem Bilderbogen tauchen Giacomo Casanova und Wolfgang Amadeus Mozart genauso auf wie König Ludwig I, Oskar Maria Graf, Karl Valentin, Oskar Panizza, Franziska von Reventlov, um nur einige zu nennen. Eine Revue, in der Satire, Tanz und Musik den Teppich auslegen, auf dem berühmte KünstlerInnen zu Wort kommen. Im Zeitraffer springt man vom Jahr 1756, in dem Casanova zum ersten Mal in München war, bis in die Gegenwart. Gäbe es heute vielleicht eine in aller Welt gespielte Münchensymphonie, wenn Wolfgang Amadeus Mozart nicht das Pech gehabt hätte, bei seiner Bewerbung dem Kurfürsten in einem Moment vorgestellt zu werden, als Max III. Josef in Gedanken schon auf der Wildschweinjagd war?…