Fotografie

Im Alter von zehn Jahren bekam ich von einer Tante, die in einem Fotostudio arbeitete, eine Agfa Synchro Box geschenkt. Unter ihrer Anleitung und mit einer Anzahl von Rollfilmen mit jeweils acht Aufnahmen entstanden die ersten Schwarz-Weiß-Fotos. Das Negativformat 6x9 cm, das dem heutigen Mittelformat entspricht, garantierte schon damals eine gute Fotoqualität. Diese frühe und intensive Erfahrung mit einem Fotoapparat und dem Entwickeln der Bilder in der Dunkelkammer weckte meine Begeisterung für Fotografie – dem „Zeichnen mit Licht“.

  • NightLight

    Warum ich nachts fotografiere? Paradoxerweise, weil ich Licht suche. Eine Mauer, die mit Straßenkunst bedeckt ist, fällt am Tag kaum auf. Nachts tritt die Mauer im Dunklen zurück und die Bilder bekommen eine andere, viel schärfere Bedeutung. Obwohl sie weder ausgeleuchtet noch bestrahlt werden. Es genügt eine Straßenlaterne oder ein beleuchtetes Schaufenster, um sie zur Geltung zu bringen.

  • Teatro Nacional de Cuba

    Im Teatro National de Cuba traf ich auf eine Gruppe junger Menschen, die sich drei Mal in der Woche in einem der Übungsräume zum Tanzen treffen. Sie trainieren zusammen mit einem Tanzmeister Tänze der westafrikanischen Yorùbá, die schon ab dem frühen 16. Jahrhundert als Sklaven auf die Insel verschleppt wurden und im Zucker- Tabak-, und Kaffeeanbau arbeiten mussten. Sie brachten ihre afrikanische Kultur und Religion mit, die sich zum Teil mit dem katholischen Glauben der Spanier vermischte. Einige der jungen Leute haben den Wunsch, professionelle TänzerIinnen zu werden und in eine der berühmten Tanzgruppen wie Raices Profundas aufgenommen zu werden und damit auch im Ausland tanzen zu können. „Du brauchst…