Ausstellung: Übe das Leben jetzt – Kunst und Kultur in Palästina

1978 wurde in Beirut eine Internationale Kunstausstellung für Palästina eröffnet. Damit sollte der Grundstein für ein zukünftiges palästinensisches Nationalmuseum gelegt werden. 200 Arbeiten aus 30 Ländern, unter anderem von Tapiès und Miró, wurden gespendet. Der argentinisch-französische Schriftsteller Julio Cortázar war einer der Unterstützer. 1982 wurde das Gebäude, in dem die Sammlung untergebracht war, von der israelischen Armee bombardiert. Bis heute weiß man nicht, was mit den Kunstwerken geschah. Man muss davon ausgehen, dass diese Ausstellung einen großen Einfluss auf die palästinensische  Kunst- und Kulturszene hatte.

2008 hielt ich mich zum ersten Mal länger in Palästina auf. Seitdem reise ich nahezu jährlich wieder in den Nahen Osten, ins Westjordanland und Ostjerusalem. Insgesamt war ich für diese Dokumentation, dessen Ergebnis diese Fotoausstellung ist, mehr als ein Jahr in Palästina.

Mein Anliegen ist es zu zeigen, dass es junge Palästinenserinnen und Palästinenser gibt, die mit Musik-, Theater- und Tanzprojekten innere und äußere Grenzen überwinden wollen. Ganz im Sinne der Internationalen Kunstausstellung für Palästina sind sie auf der Suche nach einer eigenen kulturellen Identität. Sie haben es aufgegeben auf Friedensverhandlungen zu warten, die meist zu keinem Ergebnis führen. Sie leben jetzt und wollen jetzt ihre Stärken erfahren und ihre Vorstellungen umsetzen.

Natürlich kann es unter den Bedingungen einer Besatzung, die seit 1967 andauert, keine blühende Kulturszene geben. Dafür gibt es eine spannende, die in ihrer Vielfalt fasziniert und in ihrer Vitalität überrascht. Mit knappen Mitteln werden Ergebnisse von internationalem Rang erzielt.

Theater

Musik

Tanz

Performance

Bildende Kunst

Zirkus

Street Art

Die Bilder der Ausstellung haben eine Größe von 60×40

Fotos nummeriert und handsigniert 190,00 €